 |
1991 begann Jochem Hendricks, Makromodelle von Virenstrukturen wie Aids, Krebs, Grippe oder Herpes zu bauen. In Ausstellungen hängen sie von der Decke und werden einem Planetensystem ähnlich im Raum verteilt. Diese Werkgruppe hat einen Umfang von 15 Objekten. Sie bestehen aus jeweils 60 bis 752 Tischtennisbällen, die nach aufwendig berechneten Bauplänen miteinander verklebt sind und einen stabilen Körper ergeben.
»Die kaltmatte Ästhetik der Modelle steht im virulenten Widerspruch zur ›Bösartigkeit‹ der Viren, und die Präzision in der Konstruktion entspricht gewissermassen deren Trefferquote. Man wird an einen Astrophysiker erinnert, der einem in nüchternen, oft alltäglichen Begriffen das Universum zum Greifen nahe bringt, in dem in Wirklichkeit ›die Hölle los ist‹.«
Jean-Christophe Ammann in: Jochem Hendricks: 33, Katalog des MMK Frankfurt/Main, 1992
|